Fredensborg |  | Forellenangeln |
Kurven und Kapitale
(Aus Fisch und Fliege)
Kleine Perle bei Kopenhagen - Fredensborg Ørredfiskeri. Ein künstlich angelegter Bach lockt mit Kurven und kapitalen Fischen: Regenbogenforellen, Saiblingen, Bachforellen unf sogar Lachsen.
Was macht man in einer Region, die nicht gerade reich gesegnet ist mit Fließgewässern? Man legt ein künstliches an! Jørgen Sørensen aus Fredensborg, rund 15 Kilometer von Helsingør, hat in die Hände gespuckt und ein rund 1,2 Kilometer langes Bachbett ausgehoben - eine einjährige Handarbeit! Das Wasser wird aus einem angrenzenden See hochgepumpt. Was sich heute dem Fliegenfischer präsentiert. lässt nicht erkennen, dass hier fleißige Hände dem natürlichen Lauf auf die Sprünge geholfen haben.
Kurven mit ausgespülten Gumpen, kleine Stromschnellen, Steine im Bachbett, Holzbrücken sum Queren und ein kleiner See, durch den der künstliche Bach fließt - für Abwechslung ist gesorgt. Und überall steht Fisch! Oft zu erkennen an den dicken Bugwellen, die stromab rasen. Da war man wohl zu unvorsichtig! Wer sich also pirschend durchs Unterholz bewegt und die Deckung nutzt, hat deutlich bessere Chancen.
Und zwar Chancen auf richtig dicke Fische. Bei unserem Besuch Mitte Juli konnten wir ein paar Regenbogen von gut vier Kilo "abtüddeln". Es gibt aber deutlich größere - bis zehn Kilo! Und sogar Lachse, die allerdings nicht so aggressiv zur Sache gehen wie die Regenbogen. Auch Bachforellen von mehreren Kilogramm werden regelmäßig überlistet. Wer jedoch glaubt, die Fische in einem künstlich angelegten Bach leicht auf die Schuppen legen zu können, der irrt gewaltig. So halten sich zum Beispiel die Saiblinge jahrelang in diesem Gewässer auf, bevor sie dann in einem schwachen Moment auf die Fliege hereinfallen. Mit den Lachsen ist es ähnlich. Aber keine Sorge, bei normalen Bedingungen kommt jeder zu seinen Bissen. Wir hatten etwas Pech: Dauerregen und stark angetrübtes Wasser. Trotzdem hatten wir zu dritt in knapp drei Stunden gut ein Dutzend Fischkontakte, landeten fünf Fische zwischen einem und vier Kilo. André erwischte sogar eine wunderschöne Forelle auf Trockenfliege, ein toller Fisch, ohne abgefressene Flossen, blitzblang und in top Kondition.
| |  | Ebenfalls zu Anlage gehört ein sehr hübscher See, von großen Bäumen umsäumt, mit Schilfecken und Seerosenfeldern. Neben Regenbogenforellen, Saiblingen, Bachforellen und Lachsen beherbergt der See auch noch einen natürlichen Bestand an
Schleien, Karpfen, Zandern, Hechten und Aalen. Wäre doch auch mal eine Herausforderung - Hecht oder Zander auf Fliege.
Kurzer Weg zur Küste
Was vielleicht nur wenige wissen: Die Ostküste Seelands ist em vorzügliches Revier für Küstenangler, speziell auf Meerforelle. Der nordöstliche Teil Seelands ist bekannt für "Granaten", und so mancher Top-Ten-Fisch stammt aus dieser Ecke. Von Fredensborg sind es mal gerade 15 his 20 Kilometer his zur Küste. Die Frage der Unterbringung ist schnell geklärt: Jørgen hat fünf wunderhübsche Holzhütten bauen lassen, mit Platz für jeweils vier Personen.
Wäre doch eine ideale Kombination: Passen die Bedingungen an der Küste nicht, geht's an den "Fluestrømmen". Kommt der Wind lauschig aus westlichen Richtungen, heißt es Kurs Küste.
| Anfahrt: Fähre Puttgarden-Rødby (96 Euro, Internet: www.scandlines.de), E 47 Richtung Kopenhagen (rund 150 Kilometer) und dann richtung Helsingør, Abfahrt 7 Richtung Fredensborg. In Fredensborg beim Q8 rechts gegen Helsingør - geradeaus bis zum blauweißen Schild mit der Forelle (auf der linken Straßenseite).
Unterkunft: Ferienhaus oder –hütte direkt am See.
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Fredensborg Ørredfiskeri - Davidsvænge 7 - DK-3480 Fredensborg - Telf: (+45) 48 48 48 76 - info@fredensborg-orredfisk.dk
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